Welttag des Down-Syndroms - Infostand und Ausstellung im Boni

Der Tag des Down-Syndroms soll weltweit das öffentliche Bewusstsein für Menschen mit Down Syndrom steigern. Dabei symbolisiert der 21. März das charakteristische Merkmal der Trisomie 21, das dreifache Vorhandensein des 21. Chromosoms. Informationen am Stand in der Eingangshalle des Bonifatius Hospitals geben in der Zeit von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr Familien, der Elterntreff Kinder mit Down-Syndrom und Schwangerenberaterinnen des SkF Meppen und Lingen. Die begleitende Foto-Ausstellung ist noch bis zum 8. April zu sehen.

Unter dem diesjährigen Welt Motto - auf Deutsch interpretiert - „Wir haben viel zu geben“ wollen die Beteiligten das Thema nach außen tragen. Sabrina Vennemann aus Haselünne wird mit weiteren Familien über ihr Leben mit einem Kind mit Down-Syndrom berichten: „Unsere Kinder sind unverstellt. Sie sind einfach ehrlich und erobern mit ihrem Charme, Frohsinn und Emotionen schnell die Herzen der Menschen.“ Auch wenn die Elternschaft nicht immer leicht sei, erleben die Familien eine intensivere Elternschaft, wissen die Sozialarbeiterinnen Heike Veen (SkF Meppen) und Ariane Geesen (SkF Lingen): „Wir ermutigen Eltern in der Schwangerenberatung, eine Entscheidung zugunsten des Lebens zu treffen. Jede Beratung ist natürlich Ergebnis offen!“ Aber ihre Erfahrung zeige, Kinder mit Down-Syndrom bereichern das Leben, wenn man sich darauf einlasse.

Dr. Henry Bosse, Chefarzt der Kinderklinik des Bonifatius Hospitals, unterstreicht: „Zur Vielfalt unserer Gesellschaft gehören auch Menschen mit Down-Syndrom, überhaupt Menschen mit Behinderungen.“ Geschäftsführer Ansgar Veer und Pflegedirektor Ludwig Kerschbaum betonen: „Wir begrüßen den Aktionstag und die Ausstellung sehr. So können Berührungsängste abgebaut und aktiv für ein gemeinsames Miteinander geworben werden.“

Laden ein zum Welttag des Down-Syndroms im Bonifatius Hospital: Eltern mit Kindern mit Down-Syndrom (vordere Reihe), und (hintere Reihe v.li.) Ariane Geesen SkF-Lingen, Heike Veen SkF Meppen, Chefarzt Dr. Henry Bosse, Geschäftsführer Ansgar Veer sowie Pflegedirektor Ludwig Kerschbaum.

Zum Welttag des Down-Syndroms

Die UN-Generalversammlung beschloss vor Jahren die Einführung des jährlichen Welttags als wichtigen Beitrag zum Thema Behinderung. Ein Mensch mit Down Syndrom soll gleichberechtigt mit anderen alle Grundfreiheiten und Menschenrechte in vollem Umfang genießen. Ziel ist es, die Öffentlichkeit stärker für das Down-Syndrom zu sensibilisieren und in der öffentlichen Gesellschaft das Bewusstsein konkret zu stärken. Das Down-Syndrom zählt als das verbreitetste aller angeborenen Syndrome. Statistisch wird heutzutage etwa alle drei Minuten ein Baby mit Trisomie 21 geboren. Weltweit leben rund fünf Millionen Menschen mit dieser Besonderheit. Im weltweiten Vergleich ist die Häufigkeit der Trisomie 21 mit zirka 1 auf 800 Geburten überall identisch. Die Auswirkungen sind in der Regel sehr unterschiedlich und betreffen die körperlichen Merkmale, den Gesundheitszustand im Allgemeinen und die Lernfähigkeit. Der Welttag soll das Bewusstsein öffentlich fördern und die Anerkennung der Menschen mit geistiger Behinderung, ihre Würde und ihren Wert für die Vielfalt der Gemeinschaft stärken.

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