29.05.2019

50 Jahre Kinderkrankenpflege

Freudiges Wiedersehen im Bonifatius Hospital

1969 starteten acht junge Frauen den ersten Kurs in der Kinderkrankenpflege im Lingener Krankenhaus. Jetzt, 50 Jahre später, trafen sie sich mit dem damaligen Chefarzt der Pädiatrie, Dr. Peter Welling, im Bonifatius Hospital.

Sofort wurden alte Erinnerungen wach und es gab viel zu erzählen und auch zu lachen. Beispielsweise zählte das „Telefonieren üben“ zu einer der ersten Aufgaben für die neuen Schülerinnen. Zur damaligen Zeit war es nämlich noch nicht üblich, dass jeder Privathaushalt ein Telefon besitzt. Auch sprachen viele Kinder nur Plattdeutsch. Die 1968 gegründete Kinderkrankenstation befand sich damals noch im Altbau, in dem heute die Kita untergebracht ist. Die Anforderungen sind also ganz andere gewesen. Dr. Peter Welling hob das „unvorstellbare Engagement“ der Kinderkrankenschwestern hervor. Die jungen, kompetenten Frauen, die das Fach richtig gelernt haben, seien sehr wichtig für die tägliche Arbeit gewesen. „Vor allem bei den damaligen baulichen Gegebenheiten mussten Jung und Alt Hand in Hand zusammenarbeiten“, betonte er.
Inzwischen hätten sich viele Dinge geändert, sowohl bei den Aufgaben als auch bei dem Krankheitsspektrum. Früher hätten die Kinder oft Masern gehabt, was durch die zwischenzeitlich eingeführten Impfungen heute nur noch selten vorkommt. Dafür gäbe es im Gegensatz zu früher häufiger psychische Erkrankungen oder Diabetes bei Kindern.

Die ehemaligen Schwesternschülerinnen (v.l.) Monika Kalcher, Elisabeth Ehrenbrink, Irmgard Schiller, Rita Schröder, Anni Hebbeler und Anneliese Lake heute mit Dr. Peter Welling (Mitte) und beim Beginn ihrer Ausbildung zur Kinderkrankenschwester vor 50 Jahren

Aber auch die Situation im Schwesternwohnheim war eine andere, erinnern sich die ehemaligen Schülerinnen beim Blättern in den mitgebrachten alten Fotoalben: „Wir waren immer zu zweit auf einem Zimmer und es gab auf dem Flur nur eine Toilette und ein Telefon für alle.“ Die Erinnerungen an die Zeit sind dennoch positiv: „Durch dieses Zusammenhocken entstand eine schöne Gemeinschaft. Das schweißt zusammen.“ Trotz der Nachtruhe, die um halb 10 abends begann, und des Anfangsgehalts von nur 70 DM, hätte man Wege gefunden, gemeinsam in der Stadt auszugehen und etwas zu unternehmen.

Als Dr. Welling am Ende des Treffens bemerkt, dass er sich sehr gerne an die Zeit zurückerinnert, antworteten alle seiner damaligen Schwesternschülerinnen aus einem Mund: „Wir uns auch“. Um weiter in Erinnerungen zu schwelgen, ging die Gruppe nach dem Treffen im neuen Teil des Bonis noch eine Runde durch den Altbau.

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