22.04.2026

Besuch aus den USA erinnert an jüdisches Leben im Bonifatius Hospital

Heidi Joseph und David Saltzman auf den Spuren von Henriette Flatow

Der Besuch von Heidi Joseph und ihrem Ehemann David Saltzman im Bonifatius Hospital Lingen war ein bedeutungsvoller Moment. Die beiden Gäste reisten aus Princeton, New Jersey in den USA an, um die Spuren der Familiengeschichte von Heidi Joseph in Lingen nachzuverfolgen.

Claudia Meinert (v.l.), Simon Göhler und Dr. Walter Höltermann vom Forum Juden Christen, Heidi Joseph und David Saltzman sowie Christin Mäsker und Martin Diek vom Bonifatius Hospital an der Henritte-Flatow-Straße.

Die Großtante von Heidi Joseph war Henriette Flatow, eine jüdische Frau, die einst in Lingen lebte und als Pfründerin in der Küche des Bonifatius Hospitals arbeitete. Ihr Schicksal steht stellvertretend für das Leid vieler Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus: 1942 wurde sie von den Nationalsozialisten deportiert und 1943 im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet.

Zum Gedenken an Henriette Flatow trägt die Straße zwischen dem alten und dem neuen Krankenhausgebäude heute ihren Namen: Henriette-Flatow-Straße. Dort erinnert zudem ein Stolperstein an ihr Leben und ihr Schicksal.

 

Ein Stolperstein vor dem alten Krankenhaus erinnert an Henriette Flatow.

Heidi Joseph und ihr Mann verbrachten mehrere Tage in Lingen, um sich intensiv mit der Geschichte ihrer Familie zu beschäftigen. Begleitet wurden sie dabei vom Vorsitzenden des Forums Juden-Christen Simon Göhler sowie den Vorstandsmitgliedern Dr. Walter Höltermann, Claudia Meinert und Bernhardine van Olfen. Neben Besuchen des Jüdischen Friedhofs, des Emslandmuseums, der jüdischen Schule und des Rathauses war die Besichtigung des Bonifatius Hospitals Teil ihres Aufenthalts. Hier konnten sie die alten Räumlichkeiten besichtigen, in denen Heidi Josephs Großtante früher gearbeitet hatte. Zwar befindet sich die Krankenhausküche heute im neueren Gebäudeteil, doch im alten Krankenhaus sind die ehemaligen Küchenräume noch erhalten, wie z.B. die alten Bodenfliesen, die bereits auf historischen Fotografien aus damaliger Zeit zu sehen sind. Für Heidi Joseph und ihren Mann wurde die Familiengeschichte an diesem Ort besonders greifbar.

Im Anschluss nahm sich die Gruppe noch Zeit, den Stolperstein sowie die nach Henriette Flatow benannte Straße zwischen dem alten und dem neuen Krankenhaus aufzusuchen und einen Shalom Stein dort abzulegen.

 

Ein historisches Foto aus der damaligen Krankenhausküche zeigt die heute noch erhaltenen Bodenfliesen im alten Krankenhausgebäude.

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