Hector Olivera spielt Konzert in der St.-Bonifatius-Kapelle

Der gefeierte Orgelvirtuose Maestro Hector Olivera aus Florida/USA wird am 31.08.2018 während seiner Europa-Tournee eins von drei Konzerten in Deutschland im Bonifatius Hospital Lingen geben.

Dort steht seit 2017 eine dreimanualige Hybrid-Orgel mit einem Consoli-Pfeifenwerk (vier Prinzipalregister) und einer digitalen Rodgers Artist 599 mit etwa 250 Orgelregistern und 30 Orchesterstimmen. Dieses Instrument hat sich bereits in mehreren Konzerten bewährt und fand zahlreiche begeisterte Zuhörer.

Olivera spielt in Lingen Werke von G. Meyerbeer, J.S. Bach, G.F. Händel, L.Vierne, J.B. Bédard, M. Duruflé sowie eine Improvisaton über ein eingereichtes Thema. Die Zuhörer sollten sich überraschen lassen. Der gefeierte Orgelvirtuose Maestro Hector Olivera aus Florida/USA wird am 31.08.2018 während seiner Europa-Tournee eins von drei Konzerten in Deutschland im Bonifatius Hospital Lingen geben.

Das Konzert beginnt am Freitag, 31. August 2018, um 19.30 Uhr in der St.-Bonifatius-Kapelle.

Der Eintritt zu diesem außergewöhnlichen Konzertereignis im Emsland ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.

"Hector Olivera spielen zu hören, ist ein Privileg - Hector Olivera zu erleben, ist eine Erfahrung, die man niemals vergisst." (Chicago Tribune)

 

Hector Olivera, der Organist
Hector Olivera ist ohne Zweifel eine Ausnahmeerscheinung unter den Organisten, sowohl unter den traditionellen als auch unter den „elektronischen Organisten“. Es war für ihn nie ein Problem, neben Sakralorgeln auch digitale Instrumente zu spielen. Olivera ist in beiden Welten perfekt zu Hause und stellt vor allem für Organisten an der elektronischen Orgel schlichtweg das „Maß der Dinge dar“ - den Beinamen „The One And Only“ trägt er zu Recht. Fast möchte man ihn als Wunderkind bezeichnen, wobei ihm diese Bezeichnung nicht gerecht würde, denn Begabung allein reicht in der Regel nicht aus, um Weltruhm zu erlangen - nur durch konstante und ausdauernde Arbeit hat Olivera es in Verbindung mit seinem außergewöhnlichen Talent zu seiner heute weltweit bejubelten Perfektion und Virtuosität gebracht.

Hector Olivera wurde im Februar 1946 in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires geboren. Außergewöhnlich früh, nämlich schon im Alter von 3 Jahren begann er, Kirchenorgel zu spielen. Bereits 2 Jahre später bekam er eine Organistenstelle. Ein Jahr später fand er Aufnahme am Konservatorium von Buenos Aires. Als er 9 Jahre alt war, schrieb er eine Suite für Oboe und Streichorchester, die vom Buenos Aires Symphony Orchestra aufgeführt wurde. Mit 12 Jahren begann er sein abschließendes Studium als jüngster Student der Universität von Buenos Aires. Mit 18 Jahren konnte er schon über 350 Konzerte und Auftritte in Lateinamerika verzeichnen. Seine Fähigkeit zu faszinierenden Improvisationen erwarb er sich als Begleiter des Collegium Musicum von Buenos Aires. 1965 wurde ihm ein Stipendium an der Julliard School of Music in New York angeboten. Olivera zog in die USA und setzte seine Studien an diesem berühmten Institut fort. Während der Julliard-Zeit lernte er viel durch das Hören von Plattenaufnahmen bekannter Organisten, wie z.B. Virgil Fox. Zusätzlich nahm er noch Privatunterricht bei Dr. Vernon de Tar. Die amerikanische Öffentlichkeit wurde 1968 durch den Gewinn des Nationalen Improvisationswettbewerbs der Amerikanischen Organistenvereinigung auf das junge Talent aufmerksam, mit seiner Karriere ging es steil bergauf. Konzertreisen brachten ihn in die ganze Welt. In der Londoner Carnegie Hall spielte er vor dem größten Publikum, das je bei einem Orgelkonzert anwesend war und das mit minutenlangen Standing-Ovations endete.

Nach 21 Jahren Aufenthalt in den USA erhielt Olivera 1987 eine Konzerteinladung in sein Heimatland Argentinien und wurde wie ein Nationalheld gefeiert. 1996 wurde Hector Olivera auserkoren, beim kulturellen Rahmenprogramm der Olympischen Spiele in der Spivey Hall in Atlanta aufzutreten. Das ‚Atlanta Journal’ erging sich in Lobeshymnen: „Olivera riss das Publikum mit absoluter olympischer Virtuosität mit sich, doch damit nicht genug. Hector Olivera ist eine Klasse für sich selbst!“

2002 markierte einen weiteren Meilenstein in der beeindruckenden Karriere von Hector Olivera, als er auf Einladung der AGO (American Guild of Organists) das Abschlusskonzert der jährlichen AGO Convention in Los Angeles mit der Aufführung seiner eigenen Transkription von Stravinskis Musik zum Ballett ‚Der Feuervogel‘ für die Orgel aufführte – ein wahrhaft gewagtes Unterfangen, wurde das Werk doch für ein voll besetztes Symphonieorchester geschrieben. 2.200 über alle Maßen begeisterten Zuhörer – allesamt gestandene, ausgebildete, erfahrene Organisten – spendeten Maestro Olivera innerhalb von 45 Minuten gleich vier Standing Ovations. 2007 konzertierte Hector Olivera vor rund 5.000 begeisterten Zuhörern an der Cavaillé-Coll-Orgel der Kathedrale Notre-Dame in Paris.

2010 gab Olivera sein erstes Konzert an der inzwischen berühmten Orgel der Walt Disney Concert Hall. Der ‚Pasadena Star‘ beschrieb die Atmosphäre in der gigantischen Konzerthalle so: „Mr. Olivera begann verhalten-gefällig, steigerte seine Improvisation dann aber in immer dynamischeren Schritten zu einer überwältigenden Klangfülle, angereichert mit stilistischen Elementen und Zitaten von Messiaen und Vierne, gefolgt von einer Reprise aus Bachs Passacaglia und Fuge. Die Zuhörer hielt es kollektiv nicht mehr in ihren Sitzen. Keine Zugabe wurde gegeben, keine wurde benötigt, keine hätte angemessen sein können...“. Im Mai 2018 gab Maestro Olivera sein zweites Konzert in diesem prestigeträchtigen Konzerthaus.

Maestro Olivera ist ein spieltechnisch perfekter, in vielen Jahren interpretatorisch in höchstem Maße gereifter, unerhört vielseitiger ‚klassischer Organist‘ im besten Sinne des Begriffs, von seinem Publikum verehrt und geliebt, von der seriösen Kritik hochgelobt, von gestandenen traditionellen Organisten neidlos anerkannt. Hector Olivera öffnet aber auch traditionell gewachsene oder künstlich gezogene Grenzzäune, denn er wagt es nicht nur, der einen oder anderen wahren klassischen Lehre der Werkinterpretation, Klanggestaltung und Registrierung oder gar Phrasierung eine andere, neue, eigene Auffassung, ein anderes, neues Gefühl für Tempi, Spannungsbögen oder andere Ausdrucksformen hinzuzufügen und zur Abstimmung zu stellen. Er geht noch einen markanten Schritt weiter, indem er sich als ‚seriöser‘ Konzertorganist ‚dazu hergibt‘, sich sogar in die Niederungen der vorgeblich ‚profanen Musik‘ zu begeben und diese mit seinen eigenen musikalischen Qualitätsmaßstäben womöglich in die Nähe des Rangs einer ‚seriösen Musik‘ zu erheben.

So mag es vielleicht den einen oder anderen Puristen kulturell ‚anfassen‘, wenn Hector Olivera die melodieführende Stimme aus Rimski-Korsakows ‚Hummelflug‘ kurz entschlossen und leichten Fußes auf dem Basspedal einer Orgel darbietet – eine spektakulär-begeisternde, herzerfrischende Einlage ist es allemal! Wer Maestro Olivera in seiner kreativen Vielfalt erlebt, empfindet den viel zitierten und manchmal abgedroschenen Begriff des ‚Musical Crossover‘ ganz anders, ganz neu, sehr faszinierend.

 

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