Hilfe für stark Übergewichtige - OP im Adipositaszentrum Emsland

Übergewichtige Menschen, denen es trotz ernsthafter wiederholter Versuche unter ärztlicher und psychologischer Betreuung nicht gelingt, ihr Gewicht ausreichend und dauerhaft zu reduzieren, können durch eine Operation Hilfe finden. Das Adipositaszentrum Emsland des Bonifatius Hospitals, das erste seiner Art in der Region, wurde aufgrund seiner nachgewiesenen Qualitätsarbeit in der Adipositaschirurgie als Kompetenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifiziert.

 

Hauptgeschäftsführer Ansgar Veer gratulierte Chefarzt Dr. med Christoph Seidlmayer zum
zertifizierten Adipositas Zentrum und dankte Ingo Schophuis und Jessica Rüschhoff von der Selbsthilfegruppe für die gute Zusammenarbeit

Die chirurgische Intervention erfordert gerade bei den erhöhten Operationsrisiken durch das krankhafte Übergewicht eine besondere medizinische Expertise. Durch den chirurgischen Eingriff wird nicht nur das Übergewicht erheblich reduziert, sondern es werden auch Folgeerkrankungen wie Diabetes- und Kreislauferkrankungen entscheidend beeinflusst. Chefarzt Dr. Seidlmayer betonte: „Eine Operation am Magen gegen das Übergewicht wirkt nicht von alleine, die Operation ist immer nur ein Steinchen im Mosaik. Die Nachsorge ist unverzichtbar, auch nach der Operation sind eine Ernährungsberatung und die Bewegungstherapie unbedingt notwendig.“

Insbesondere bei schwerwiegendem Adipositas mit einem Body-Mass-Index über 40 bringt oft erst eine operative Maßnahme die entscheidende Wendung im häufig frustrierenden Kampf gegen das Übergewicht. So wie bei Ingo Schophuis von der Selbsthilfegruppe Adipositas Lingen, der bereits von Dr. Seidlmayer operiert wurde und erfolgreich abgenommen hat: „Ich habe ein ganz neues Lebensgefühl!“

Selbsthilfegruppe wichtig

Das Adipositaszentrum Emsland arbeitet eng mit der Adipositas-Selbsthilfegruppe Lingen zusammen. Manchmal ist das Übergewicht so enorm, dass der eigene Körper zur lebensbedrohlichen Last und aus Scham in die Isolation führt. Eines der schwersten Dinge sei es, sich einzugestehen und zu akzeptieren, dass man ein Gewichts-Problem habe und Hilfe brauche. Bereits vor einer Operation seien Betroffene eingeladen, sich in der Gruppe aus zu tauschen, betonten Ingo Schophuis und Jessica Rüschhoff. Die Selbsthilfegruppe trifft sich jeden 3. Donnerstag im Monat um 19.00 Uhr im Vortragsraum Bonifatius Hospital Lingen, dort findet auch jeden 1. Donnerstag im Monat ein Informationsabend statt.

Voraussetzungen für OP und Kostenübernahme

Wichtigste Voraussetzung sind Motivation und „Compliance“, also auch die Bereitschaft, im Prinzip lebenslang an Nachsorgeuntersuchungen und Beratungen teilzunehmen. Die eigentliche „Arbeit“ beginnt für die Patienten nach der Operation. Die Operation ist der „letzte Ausweg“ (ultima ratio) nach einer gescheiterten „professionellen“ konservativen Behandlung. Für einen erfolgreichen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse müssen zahlreiche Bedingungen erfüllt sein. Die notwendigen medizinischen Untersuchungen, Patientengespräche und die Erstellung des Gutachtens werden vom Adipositaszentrum vorgenommen.

Zertifiziert

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