Hybridorgel und Kreuzweg überzeugen mit neuer Klang- und Farbwelt

Vesper und Weihe in der Kapelle des Bonifatius Hospitals Lingen

„Singt dem Herrn ein neues Lied“ erklangen die Pfeifen in vollem überzeugenden satten Sound nach der Segnung der neuen Hybridorgel und des neuen Kreuzweges durch Weihbischof Johannes Wübbe bei der Vesper in der St. Bonifatius Kapelle des Lingener Krankenhauses. Wübbe betonte: „Jeder Mensch hat seine eigenen Töne, Melodien und Farben – und nur wenn Menschen auch in schweren Zeiten immer wieder zusammen finden, können wir gemeinsam harmonisch klingen.“ Dieses Zusammenspiel sei gerade auch im Krankenhaus – getragen durch die Melodie Gottes – für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter wichtig.

Seelsorgeteam und Verantwortliche dankten dem Künstler Ansgar Silies (Bildmitte) vor dem von ihm gestalteten Kreuzweg und den Musikern KMD Joachim Diedrichs (5.v.li.) und Chefärztin Dr. Sonja Stöve (4.v.li.) nach der Vesper mit Orgelweihe durch Weihbischof Johannes Wübbe (6.v.li.) in der Kapelle des Bonifatius Hospitals (Foto: Bonifatius Hospital Lingen)

Kreuzweg vom Künstler Ansgar Silies

Pfarrer Thomas Burke, Kuratoriumsvorsitzender, begrüßte die Gäste, unter Ihnen Bischof Clemens Pickel, Vorsitzender der russischen Bischofskonferenz, sowie der Emsbürener Künstler Ansgar Silies. Der von ihm modern gestaltete Kreuzweg wirkt durch das Farbspiel und den plakativen Einsatz von Sprache fast wie ein langes schmales Graffiti und betont auf der großen weißen Wand den Weg – die einzelnen Stationen des Kreuzweges befinden sich dabei im Fluss. Er beginnt mit fröhlichem Gelb als Zeichen des letzten Abendmahls. Schwarze Farben und Kreuze symbolisieren die bevorstehende Bedrohlichkeit. Auf dem Weg wechseln gelb und grau-schwarz Töne für Zeiten der hoffnungsvollen Begegnung und erneutes Stürzen Jesu auf seinem Gang zur Kreuzigung – diese wird erst durch das rote und dann schwarze Kreuz dargestellt. Aus der tiefen Dunkelheit des Todes folgt die weiße Leere, die in das Auferstehungsbild übergeht. Blau steht für Leben und Glaube, der runde Kreis symbolisiert die Unendlichkeit. Der Kreuzweg endet in goldenen Tönen, die sich im Raum auflösen und so Licht als Zeichen der Hoffnung in das Leben bringen – insbesondere für die Menschen hier im Krankenhaus, erläuterte der Künstler seine Intention.

Experten können nicht unterscheiden ob Digital oder Pfeife

Pastoralreferent Sebastian von Melle und Kirchenmusikdirektor Joachim Diedrichs stellten zwischen Vesper und Konzert die Klangweite der Hybridorgel vor. Selbst ausgewiesenen Experten sei es nicht möglich, digitales Spiel von echten Pfeifen zu unterscheiden. Von Melle betonte: „Die unglaublichen Möglichkeiten zeigen sich auch am Spieltisch – der an das Cockpit eines Flugzeuges erinnert. Mit Diedrichs haben wir einen ausgezeichneten Kapitän für das erste Konzert gewinnen können.“

Virtuoses Konzert

Diedrichs brachte mit seinem virtuosen Spiel und der Auswahl der Stücke von Barock über Vorklassik und Klassik bis hin zum Jazz das Spektrum der neuen Orgel zum Klingen. Konzertant, modern, melodisch, mal schräg, fröhlich, getragen schwer aber immer überzeugend klang das neue Instrument. Abschluss und Höhepunkt bildete das wohl bekannteste Orgelwerk „Toccata und Fuge d-Moll“ von Johann Sebastian Bach. Das stark auf Wirkung ausgelegte Werk konnte sich auch Dank Chefärztin Dr. Sonja Stöve mit beeindruckendem Trompetenspiel in der Kapelle voll entfalten. Standing Ovation für Musiker, Künstler und Instrument waren Ausdruck der Begeisterung aller Gäste.

Weitere Konzerte

Weitere Konzerte in der ökumenisch genutzten Krankenhauskapelle sind (jeweils sonntags um 15 Uhr) am 28. Januar 2018 mit Kreiskantor Peter Müller (Lingen), am 11. Februar mit Kirchenmusikdirektor Joachim Diedrichs (Lingen) und am 4. März mit Regionalkantor Balthasar Baumgartner (Meppen) geplant.

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