Interkulturelle Kommunikation in Schwangerenfürsorge und Elternschaft

Vortrag für Fachpersonal in der Elternschule des Bonifatius Hospitals

Interkulturelle Kommunikation ist besonders wichtig in einem sensiblen Bereich wie der Schwangerenfürsorge und der jungen Elternschaft. Zum Wohle des Kindes und um einen wertschätzenden Umgang zu ermöglichen ist die Verständigung, nicht nur in der Sprache, sondern auch im Verständnis von Gebräuchen, Sitten und der unterschiedlichen Moralvorstellungen wichtig. Denn selbst bei gleicher Sprache ist dies noch keine Garantie für gute Kommunikation. Zu diesem Thema hatte die Elternschule des Bonifatius Hospitals als Referentin Dr. phil. Angela Eberding sowie Fachpersonal aus dem Emsland und Umgebung eingeladen.

Dankten Referentin Dr. phil. Angela Eberding (2.v.re.) für den Vortrag in der Elternschule: v.li. Maria Lohbreier, Chefarzt Dr. Manfred Johnscher und Chefarzt Dr. Henry Bosse

Die Diplompädagogin, Familien- und Traumtherapeutin sowie Elterncoach Dr. Eberding erläuterte, vieles von dem, was dem medizinischen Fachpersonal selbstverständlich erscheine, sei für Patienten nicht so. Integration und Kommunikation seien auch keine Einbahnstraße. Eine professionelle Beziehung oder Beratung lasse sich nur erreichen durch Erklärung der Institution bzw. Begleitung: „Wer gehört zum Team, wie arbeiten wir und warum arbeiten wir so.“ Denn es gebe sehr unterschiedliche kulturelle Bilder von Zeit, Geschlechterrollen, Familienleben, Scham und Höflichkeit. Mit unterschiedlichen Sozialisationen im Hintergrund gäbe es viele Hemmschwellen von beiden Seiten zu überwinden. Wenn dies aber gelinge, können beide Parteien voneinander profitieren. In unserer digitalisierten Welt finden sich viele Wege zu dolmetschen, (per Handy, per Skype) über eine verwandte erwachsene Person. Oft könnten auch Bilder dabei helfen.

Vieles davon wurde in Kliniken, Arztpraxen, Hebammenpraxen, Physiotherapeuten und Kitaeinrichtungen schon etabliert und mit Leben gefüllt. „Bleibt neugierig auf den Umgang mit Schwangerschaft und Elternschaft und besonders auf die Rituale der verschiedenen Familien“, schloss Dr. phil. Eberding, „auch in einer gemeinsamen Kultur bleiben die Menschen Individuen. Ein Lächeln wird in jeder Kultur verstanden.“

 

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