Jahrestagung der CKiD- Ansgar Veer formulierte die Forderungen gegenüber Politik und Krankenkassen

Die Christlichen Krankenhäuser in Deutschland (CKiD) haben anlässlich ihrer dritten Jahrestagung im Berliner Umweltforum ein stärker am Patientenwohl orientiertes Krankenhausfinanzierungssystem gefordert. Die zunehmende Ökonomisierung des Krankenhauswesens sei in der Versorgungsrealität an ihre Grenzen gestoßen, so die beiden Veranstalter, der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (KKVD) und der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV).

Der Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe, sagte während der Eröffnung, dass die katholischen und evangelischen Krankenhäuser in Deutschland sich ihrem christlichen Auftrag folgend in besonderer Weise einer ganzheitlichen Zuwendung für Leib und Seele widmeten. „Es ist das Miteinander von medizinischem, pflegerischem Fachwissen und von christlicher Prägung, das den Menschen im Krankheits- und Pflegefall in den Mittelpunkt stellt“, betonte Gröhe vor rund 300 Gästen aus Krankenhausmanagement, Fachöffentlichkeit und Politik.

Ansgar Veer (3.v.li), Hauptgeschäftsführer der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft, formulierte in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des KKVD gemeinsam mit dem DEKV-Vorsitzenden Christoph Radbruch (2.v.li.) während einer politischen Podiumsdiskussion moderiert von Christoph Hamann, Norddeutscher Rundfunk (4.v.li), die Forderungen der christlichen Krankenhäuser gegenüber v.li. dem unparteiischen Mitglied des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Regina Klakow-Franck, dem Pflegebeauftragten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, und dem Vorsitzenden des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch.

Mit Blick auf die Umsetzung des Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG) formulierten die CKiD, u.a. vertreten durch Vorstandsmitglied des KKVD Ansgar Veer, Hauptgeschäftsführer der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft, während einer politischen Podiumsdiskussion hohe Erwartungen an das unparteiische Mitglied des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Regina Klakow-Franck, bei der Definition der zahlreichen anstehenden G-BA-Richtlinien die Praktikabilität und realistische Umsetzungsmöglichkeit für die Kliniken nicht aus dem Blick zu verlieren. Zeit- und betreuungsintensive Leistungen sollten besser im Finanzierungssystem ab-gebildet werden und sich die Krankenhausversorgung wieder mehr am individuellen Bedarf der Patienten ausrichten, z.B bei der Regelung zur gestuften, stationären Notfallversorgung und beim Entgeltsystem in der Psychiatrie. Weitere Gäste der Podiumsdiskussion, moderiert von Christoph Hamann, Norddeutscher Rundfunk (NDR) Hannover, waren der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD, Hilde Mattheis, und der Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch.

Eine weiterer Schwerpunkt der Tagung bildete das Thema „Qualität“ als zentraler Maßstab in der medizinischen Versorgung: Experten diskutierten über das werteorientierte Zertifizierungsmodell für den Gesundheits- und Sozialbereich „proCum Cert“ sowie über die Qualitätsindikatoren christlicher Krankenhäuser (QKK), mit denen die konfessionellen Einrichtungen ihre am Patientenwohl ausgerichteten Wert- und Qualitätsvorstellungen in den öffentlichen Diskurs einbringen. Damit leisten sie einen aktiven Beitrag zur Qualitätssicherung und -weiterentwicklung.

Quelle: Textteile und Fotos: CKiD

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