Kunst im Krankenhaus – Teil 8

„Stücke aus der Natur“ von Dr. Miho Nicoloff

Meike Behm, Geschäftsführerin des Kunstvereins und Direktorin der Kunsthalle Lingen, eröffnete den achten Teil der Reihe „Kunst im Krankenhaus“ als eine erfolgreiche und schöne Kooperation zwischen der Kunsthalle Lingen und dem Bonifatius Hospital: „Mit Kupferstichen von Dr. Miho Nicoloff aus den Jahren 2014 bis 2016 wird sie auf beeindruckende Art und Weise bereichert.“ Die Präsentation mit dem Titel „Stücke aus der Natur“ benenne die Elemente, auf der die einzelnen Arbeiten basieren. Ihnen ging jeweils ein reales Fundstück aus der wirklichen Natur voraus und man erkennt in ihnen den besonderen Blick, mit dem Dr. Miho Nicoloff die Natur betrachtet. 

Meike Behm eröffnete die Ausstellung „Stücke aus der Natur“ von Dr. Miho Nicoloff (li.) im Beisein vom Lingener Kunstverein Vorsitzenden Peter Leuschner und weiteren Kunstinteressierten, u.a. auch von der Ateliergemeinschaft Sägemühle in Nordhorn, im Lingener Krankenhaus

Meike Behm weiter: „Die Motive seiner im Medium Kupferstich entstandenen Arbeiten entstammen aus der Natur: über die Ästhetik und Faszination von Baumwurzeln, toten Insekten, Bäumen, Pflanzen oder auch Meerestieren denkt Dr. Miho Nicoloff auf sehr detaillierte und vor allem einfühlsame Art und Weise nach und vermittelt dem Betrachter ein Gespür für die Besonderheit von natürlichem Leben.“

Die Technik des Kupferstichs hat in der deutschen Kunstgeschichte eine langjährige Tradition, die unweigerlich mit dem Namen des Künstlers Albrecht Dürer verbunden ist. Seine Kupferstiche bilden eine wichtige Inspirationsquelle für Dr. Miho Nicoloff. Er selbst sagt zu dieser kunsthistorischen Referenz: „Ich glaube, Dürer hat das Rhinozerus nur aufgrund seiner so wunderschön pickeligen Haut in Holz geschnitten.“ Hierüber verweist Dr. Miho Nicoloff auf die detaillierten Strukturen und somit auf das Ornament im Bild der Natur.

„Ich sehe das Schöne in den belanglosen Dingen. Darum muss ich sie auch schön gestalten, um ihnen gerecht zu werden.“, erläutert Dr. Miho Nicoloff. Meike Behm betonte: „Innerhalb der Kunst von Miho Nicoloff treffen Kreativität, Freigeist und Experimentierfreude auf ein künstlerisch wichtiges Anliegen, denn er macht uns als Betrachter darauf aufmerksam, dass wir – auch oder vielleicht gerade im digitalen Zeitalter der Globalisierung – Stücke aus der Natur schätzen und für wertvoll erachten.“

Die Ausstellung kann noch bis zum 31.05.2017 in der Eingangshalle des Bonifatius Hospitals betrachtet werden.

 Zu Dr. Miho Nicoloff: Der Künstler Dr. Miho Nicoloff, Chefarzt der Handchirurgie im Bonifatius Hospital, erfuhr bereits früh eine musische und künstlerische Förderung. Zu seinen Lehrern kann er den Künstler und vor allem Maler Michael Bette zählen, bei dem er seine grafischen Ambitionen in etlichen Fortbildungen und Seminaren intensivierte. Heute ist er bereits mehrere Jahre Mitglied in der Ateliergemeinschaft Sägemühle in Nordhorn und genießt den hierüber ermöglichten Austausch mit anderen Künstlerinnen und Künstlern sowie die jährlichen Ausstellungen und öffentlichen Veranstaltungen, die dieser Ort für Kunst der Gegenwart bietet.

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